Mondfinsternis 2026 Österreich: So Erleben Sie Das Astronomische Highlight Im August

Mondfinsternis 2026 Österreich: So Erleben Sie Das Astronomische Highlight Im August

Untergang bei Mondfinsternis 3. März 2026 in Mexiko - Spektrum der ...

In genau 20 Tagen richtet sich der Blick der österreichischen Astronomie-Fans gen Nachthimmel. Am 28. August 2026 wird eine beeindruckende partielle Mondfinsternis über Mitteleuropa zu sehen sein. Da der Mond zu fast 93 Prozent in den Kernschatten der Erde eintaucht, kratzt dieses Ereignis knapp an der Schwelle zu einer totalen Finsternis und verspricht spektakuläre optische Phänomene für Beobachter von Wien bis Bregenz.



Eckdaten der Mondfinsternis Details für Österreich
Datum Freitag, 28. August 2026
Typ der Finsternis Partielle Mondfinsternis (tiefe Phase)
Maximale Verfinsterung 06:12 Uhr MESZ
Sichtbarkeit In ganz Österreich (wetterabhängig)
Größe der Finsternis 0,929 (Magnitude)
Dauer der Kernschattenphase Ca. 3 Stunden und 18 Minuten

Das tiefe Schattenspiel über den Alpen

Die bevorstehende Finsternis am 28. August 2026 ist wissenschaftlich besonders interessant, da sie eine außergewöhnlich hohe Magnitude erreicht. Mit einer Abdeckung von rund 93 Prozent des Monddurchmessers durch den Kernschatten der Erde bleibt nur ein schmaler Sichelrand unberührt. Dies führt dazu, dass der Mond auch bei dieser partiellen Finsternis bereits eine deutlich rötliche Färbung annehmen kann, ähnlich dem bekannten „Blutmond“ bei totalen Finsternissen. Ursache hierfür ist das langwellige Sonnenlicht, das durch die Erdatmosphäre gebrochen und in den Schattenkegel gelenkt wird.

Für Beobachter in Österreich findet das Ereignis in den frühen Morgenstunden statt. Da der Mond zu diesem Zeitpunkt bereits tief im Westen steht, ergeben sich für Fotografen exzellente Möglichkeiten, den verfinsterten Trabanten in Kombination mit markanten Landschaftselementen wie Alpengipfeln oder Stadt-Silhouetten abzulichten. Der Eintritt in den Kernschatten beginnt gegen 04:34 Uhr MESZ, womit das Hauptereignis in die nautische Dämmerung fällt, was den Kontrast zwischen dem dunklen Himmel und dem rötlich schimmernden Mond zusätzlich verstärkt.

Ein wichtiger Faktor für das Verständnis dieses Ereignisses ist die aktuelle „Eclipse Season“ des Jahres 2026. Nur zwei Wochen vor dieser Mondfinsternis, am 12. August 2026, findet eine totale Sonnenfinsternis statt, die in Teilen Europas (insbesondere Spanien und Island) für Schlagzeilen sorgen wird. Die Mondfinsternis am 28. August bildet somit den fulminanten Abschluss dieser astronomisch hochaktiven Phase im August 2026.

Optimale Beobachtungspunkte und Ausrüstungstipps

Um die partielle Mondfinsternis in Österreich optimal verfolgen zu können, ist die Wahl des Standortes entscheidend. Da sich der Mond zum Zeitpunkt des Maximums (06:12 Uhr) bereits sehr nah am Horizont befindet, benötigen Beobachter eine freie Sicht nach West-Südwest. Hindernisse wie hohe Gebäude oder Berge könnten den Blick vorzeitig versperren.



  • Wien: Der Kahlenberg oder die Sophienalpe bieten hervorragende Bedingungen mit freiem Blickfeld.
  • Salzburg: Erhöhte Positionen wie der Mönchsberg oder die Festung Hohensalzburg sind ideal.
  • Tirol/Vorarlberg: Hier sollte man Täler meiden und höhergelegene Almen aufsuchen, um den Mond so lange wie möglich über dem Horizont zu halten.

Im Gegensatz zu einer Sonnenfinsternis ist für die Beobachtung der Mondfinsternis kein spezieller Augenschutz erforderlich. Das Ereignis kann völlig gefahrlos mit dem bloßen Auge betrachtet werden. Ein Fernglas oder ein kleines Teleskop steigert jedoch den Genuss deutlich, da die Kraterlandschaft an der Schattengrenze besonders plastisch hervortritt. Für Astrofotografen empfiehlt sich ein Stativ und ein Teleobjektiv mit mindestens 300mm Brennweite, um die feinen Details der Verfinsterung festzuhalten. Da das Maximum kurz vor dem Monduntergang erreicht wird, ist Schnelligkeit beim Aufbau der Ausrüstung gefragt.


Mond mit Sternen in totaler Mondfinsternis 3. März 2026 in Mexiko ...

Mond mit Sternen in totaler Mondfinsternis 3. März 2026 in Mexiko ...

Astronomische Prognose für die kommenden Jahre

Nach dem Ereignis am 28. August 2026 müssen sich Sternengucker in Österreich eine Weile gedulden, bis das nächste vergleichbare Highlight am Nachtfimmel erscheint. Zwar gab es bereits am 3. März 2026 eine totale Mondfinsternis, diese war jedoch von Europa aus kaum wahrnehmbar, da der Mond bereits vor Beginn der Hauptphasen unterging. Die tiefe partielle Finsternis im August ist daher das qualitativ hochwertigste Mondereignis dieses Kalenderjahres für die Alpenrepublik.

Die nächste totale Mondfinsternis, die in voller Länge von Mitteleuropa aus sichtbar sein wird, lässt bis zum 31. Dezember 2028 auf sich warten. Bis dahin bleiben vor allem kleinere Halbschattenfinsternisse oder geringfügige partielle Ereignisse, die jedoch nicht die visuelle Intensität des August-Termins erreichen. Astronomen raten daher dazu, die Gunst der Stunde am 28. August 2026 zu nutzen, sofern die Wetterbedingungen stabil bleiben. Die aktuelle meteorologische Langfristprognose für Ende August deutet auf eine stabile Hochdrucklage hin, was die Chancen auf einen wolkenfreien Himmel in den meisten Bundesländern massiv erhöht.


Beobachtung der totalen Mondfinsternis am 3. März 2026 mit Vespera & H ...

Beobachtung der totalen Mondfinsternis am 3. März 2026 mit Vespera & H ...

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